Durchatmen im Biohotel Grafenast

Die Zeit verfliegt im turbulenten Alltag wie der Wind – nicht selten frage ich mich, wo die letzten Monate geblieben sind. Bei all der Schnelllebigkeit um uns herum ist es umso wichtiger, Zeit für kleine Pausen einzuplanen. Bewusst einen Gang runterzuschalten, um mal wieder in Ruhe durchzuatmen. Das gelingt uns mal mehr und manchmal auch weniger gut. In der letzten Zeit sind solche Pausen oder Momente der Ruhe leider etwas zu kurz gekommen. Es war also mal wieder höchste Zeit für eine kleine Auszeit und daher die Freude umso größer, als vor ein paar Wochen die Einladung vom Biohotel Grafenast in mein Postfach flatterte.

Nach einer wunderbaren Fahrt über den Sylvensteinspeicher und den Achensee, der Weg ist schließich das Ziel, kommen wir am frühen Abend im Biohotel Grafenast an und können unser Glück kaum fassen, als wir unser Zirbenzimmer betreten und die verglaste Front den Blick auf die umliegenden Berge und das Inntal freigibt. Kurze Zeit später planscht das Kind fröhlich in der Wanne und wir staunen einfach nur über die Aussicht.

83810CE2-5FF5-4B36-9936-E4066FDB531FgztunALdSomsZxfMP5iA5Q

Zum perfekten Start in ein entspanntes Wochenende gibt’s am Abend frische Pizza aus dem Steinofen. Den Teig können wir nach unseren Wünschen selbst belegen und dann die ofenfrische Pizza am Tisch genießen. „Die Küche ist vorwiegend regional ausgerichtet, bietet aber immer wieder international inspirierte Überraschungen.“ So beschreibt der aktuelle Slow Food Restaurantführer das Bio-Restaurant im Haus. Dank großem Frühstücksbüffet, einer Mitnehmjause, Mittagssnacks und einem Wahlmenu am Abend ist sicher: Kulinarische Wünsche bleiben hier keine offen, denn bei dieser Auswahl ist für jeden Geschmack etwas dabei.

F3310612-E1BF-4983-99A7-28626755E228B3176A57-4DD4-439E-B339-69B301B1850B

Übrigens gehört Grafenast zu den Bio-Hotels  und hat sich, wie alle dazugehörigen Hotels, einer Nachhaltigkeitszertifizierung unterzogen. Besonderer Wert wird auf die Regionalität der Produkte, umweltfreundliche Energiekreisläufe und die ständige Verbesserung der CO2-Bilanz gelegt. Ich liebe das Draussen-Sein und da liegt mir natürlich auch die Natur sehr am Herzen. Umso schöner, dass man hier guten Gewissens eine große Auswahl an Gastgebern mit höchstem ökologischem Anspruch finden kann.

IMG_7165

Das Gefühl der Freiheit und die Weite um uns herum werde ich wohl niemals vergessen. Genau die fehlt uns in der Stadt leider so oft. Draußen ist alles von Schnee bedeckt, strahlender Sonnenschein und ringsherum Berge. So würde ich gerne jeden Tag aufwachen. Zum Glück weiß man solche seltenen Momente aber besonders zu schätzen und genießt dann auch wirklich jede Minute.

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer kleinen Pause im Kaminzimmer, dort wartet übrigens ein großes Bücherregal auf Leseratten und auch ein kleiner Tisch mit Malutensilien steht bereit, machen wir uns auf in den Schnee. Direkt vor der Haustüre lädt das Skigebiet Kellerjoch zum Pistenfahren, Tourengehen und auch zum Schlittenfahren ein. Wir entscheiden uns für letzteres und machen eine kleine Schlittenwanderung. Dank des gut ausgestatteten Kellers haben wir zwei super Schlitten im Gepäck. Für ambitioniertere Fahrer gibt es auch die Möglichkeit, mit dem Lift auf den Hausberg zu fahren und dann eine lange Abfahrt gen Tal zu wählen.

s%Yo6zOzTt2vYXShD1%7YwjXo7qRqlRjCmEINO8PI7sgrkQRNXyFSpCmiIkyjqGrww

Nach so einem Tag in der Natur schmeckt der Kaiserschmarren des Hauses besonders gut. Er kommt in einer großen gusseisernen Pfanne daher und beschert uns ein zuckriges Glücksgefühl.  Für mich sind das kleine feine Momente, die den Aufenthalt zu etwas Besonderem machen. Und was gibt es besseres, als die kalten Füße danach noch im Wellnessbereich wieder aufzuwärmen? Für mich jedenfalls nicht viel. In der Wald- und Panoramasauna fällt das Abschalten nicht schwer. Wärme genießen, vom Sommer träumen und nebenbei die Aussicht genießen. Im Sommer gibt es sogar ein Schwimmbad am Berghang und ich kann mir gut vorstellen, dass Schwimmen auf 1400m Höhe besonders wohltuend ist. Wir sehen das Bad nur zugefroren und in Gedanken stelle ich mir kurz vor, hier die Schlittschuhe auszupacken.

EE93AB82-2251-4C0B-8E19-93E7569744AD

Bemerkenswert: Das Hotel feiert dieses Jahr sein 111 Jähriges Jubiläum. Seit über drei Generationen wird das Haus liebevoll in Familienhand geführt und das spürt man ganz besonders, wenn man den Hausherren Peter beobachtet. Dieser schiebt nicht nur eigenhändig die Pizzen in den Ofen und sorgt am Morgen für frischgebackenes Brot. Nein, er begrüßt außerdem die Gäste und weiß auch die tollsten Geschichten rund um Grafenast zu erzählen. Zum Beispiel die der Königskerze. Die getrocknete Pflanze hängt im Kaminzimmer. Dieses Jahr ist sie kräftig und lang gewachsen und genauso war der schneereiche und lange Winter rund um Grafenast. Laut Peter ist die Pflanze ein „Winter-Barometer“ und so kann er schon im Sommer damit rechnen, was in der kalten Jahreszeit auf ihn zukommt.

Mit aufgeladenen Akkus und wunderschönen Erinnerungen im Gepäck geht es für uns nun zurück in den Alltag und ich bin mir sicher, dass dies nicht unser letzter Besuch hier im Biohotel-Grafenast war.

1D62A302-4780-48B0-A8DF-2004039BFC1E

Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Bio-Hotel Grafenast.

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s